Psychologie des Hundes

Ethologie oder Verhaltensbiologie

Die Ethologie wurde im Jahr 1930 von Oskar Heinroth, Konrad Lorenz und Nikolaas Tinbergen begründet. Diese Forscher gingen von dem damals grundlegend neuen Ansatz aus, dass die äußerst vielfältig und komplex erscheinenden Verhaltensabläufe der Tiere aus bestimmten Grundbausteinen des Verhaltens aufgebaut sind, den sogenannten Erbkoordinationen oder Instinktbewegungen. Man analysiert, durch welche inneren und äußeren Faktoren das Verhalten ausgelöst und gesteuert wird, sowie die Wechselwirkungen zwischen Verhalten und Umwelt

widges 2.jpg

Unter der Tierpsychologie verstehen wir heute die angewandte Ethologie oder die spezielle Verhaltensbiologie. Der eigentliche Begriff „Psychologie“ beschäftigt sich mit dem Denken und Gefühlsleben, also der Eigenwahrnehmung, die sich Dritten entzieht, weil sie subjektiv aus der Perspektive von betroffenen Personen beobachtet und beschrieben werden kann. 

psycho-4.jpg

Es gibt drei Kommunikationsarten, zur friedlichen Konfliktlösung:
1. Calming Signals (Beruhigungssignale),
2. Beschwichtigungen,
3. Übersprungshandlungen.

Wann also sendet ein Hund Signale, um zu beruhigen und wann, um zu beschwichtigen?
In dem Streben nach guter Hundeerziehung ist oft erkennbar, dass viele Halter die Begriffe „Beschwichtigungssignale“ und „Beruhigungssignale“ oft verwechseln, zusammenwerfen oder diese nicht richtig erkannt und interpretieren. So entstehen Missverständnisse.

psycho_1.jpg

Was versteht man unter Verhaltensauffälligkeiten?
Der Übergang zwischen unerwünschtem, aber noch tolerierbarem Verhalten, und Verhaltensauffälligkeiten beim Hund sind fließend. Die Probleme fangen oft klein an und werden zu Beginn noch nicht erkannt. Mit der Zeit aber verfestigt sich das Fehlverhalten oder weitet sich auf andere Bereiche aus, sodass allmählich eine tiefsitzende Verhaltensstörung daraus wird. Beispiele für Verhaltensauffälligkeiten sind z.B.: ständiges Bellen, Leinenaggression,
Suchtverhalten beim Spielen, Zerstörungswut.

halsband.jpg

Halsband ? Ja oder Nein.
Das Halsband übt mechanischer Druck auf dem Hundehals im ziehen aus. Der Hals vom Hund hat Bandscheiben, Blutbahnen die zum Gehirn gehen, Luftröhre, Kehlkopf, Speiseröhre und Schilddrüse, sowie viele Nervenbahnen. Über die Folgeschäden von der Einwirkung im Halsbereich, entstehen Verletzungen des Kehlkopfes, der Luft- und Speiseröhre, Zungenbein, sowie der Halswirbelsäule.  Bei stark ziehenden Hunden werden Luftröhre und Kehlkopf gequetscht – was zu einer Sauerstoffunterversorgung im Körper führt. Die Schilddrüse wird ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen. Eine Quetschung der Hauptschlagader führt ebenfalls zu einer Sauerstoffunterversorgung im Gehirn.